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Stand: Montag, 20. November 2017 um 04:47 Uhr
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Wandertipps
Entdecken & Erleben
Der Erlebnispfad in Waidhaus

Wandern um Moosbach

Rundwanderweg 4, Moosbach

Ausgangspunkt des Rundwanderweges
Marktplatz Moosbach mit weiteren Parkmöglichkeiten hinter der Kirche und beim Fremdenverkehrsamt.
 
Kurpark Moosbach
Am Eingang zum Kurpark können Sie auf einer Übersichtstafel Hinweise zu den Einrichtungen des Kurparks erhalten. Der Weg zum Kurpark, ein ehemaliger Hohlweg, zeigt noch, welche Ausmaße früher die "Verbindungsstraße" zwischen den Ortschaften hatte. Von Bäumen, Sträuchern und Magerwiesenabschnitten gesäumt führt der Weg in das Gruberbachtal zum Kurparkgelände.
 
Besonders bemerkenswert sind die in Fels eingehauenen Keller. Ursprünglich für die Lagerhaltung von Bier, später zur Vorratshaltung für die Kartoffeln und Rüben und in den hintersten Abteilungen zur Eisenaufbewahrung bestimmt, erfüllen die Keller heute eine wichtige Funktion als Winterquartier für Fledermäuse. (Siehe Tafel: Lebensraum Hohlweg)
 
Entlang des Weges im Kurpark sind weitere Informationstafeln allgemeiner Art zum Wasserkreislauf, zu Vögeln, Pflanzen usw. zu studieren.
 
Querung des Gruberbachtales durch den Wald nach Heilinghof
Am Ende des Kurparks führt der Weg weiter über die Staatsstraße auf gut befestigter Straße nach Heilinghof. Am Flurbereinigungsbrunnen gestaltet mit einem Mosaik kann eine Ruhepause eingelegt werden. Rechter Hand des Weges liegt eine ehemalige Sandentnahmestelle, die heute mit ihrem Gebüschbestand und ihren kleinen Tümpeln einen wichtigen Lebensraum für Amphibien und Vögel bildet.
 
In Richtung Heilinghof wird das Gruberbachtal durchschritten. Nach dem Wald eröffnet sich der Blick auf die Gehöfte Heilinghof. Der Name erinnert vermutlich an ein dort im 12. Jahrhundert befindliches Kloster. Auf Höhe des Hofes biegt der Weg nach rechts durch den Wald nach Ragenwies ab. Nördlich von Ragenwies entlang des mit Vogelbeeren oder Ebereschen gesäumten Weges kann je nach Jahreszeit der Blüten- oder Fruchtschmuck dieses für den Oberpfälzer Wald typischen Baumes bewundert werden.
 
Durch das Abtei- und Hochholz Richtung Rohrhof
Weiter führt der Weg wieder in den Wald durch das Abtei- und Hochholz nach Norden. An mehreren sumpfigen Stellen ändert sich der Bewuchs und eröffnet im Frühjahr den Blick auf einen gelben Teppich aus "Dotterblumen", Buschwindröschen und Scharbockskraut. Östlich Ödbraunetsrieth wird wieder die Staatsstraße Moosbach-Eslarn überquert und nach Norden durch den Wald die Erhebung Schwarzkopf anvisiert.
 
Am Flurbereinigungsweg, der nach Westen nach Heumaden führt, Fluröd, Gebhardsreuth und Grub nach Moosbach zurückkehren.
 
Zur Fortsetzung der Rundwanderung wird der Weg in Richtung Norden begangen. Vorbei an einer Waldwiese und über einen kleinen Bach mit Blick zu romantisch gelegenen Weihern führt der Weg südlich des Schwarzkopfes im Wald in Richtung Rohrhof. Am Waldsaum wurde ein Marterl und zur Eingründung an beiden Seiten eine Linde gepflanzt. Die Straße nach Rohrhof wird von einem mageren Wiesensaum begleitet, der im Sommer durch seine Blütenfülle besticht.
 
Loisbachtal
Die Einöde Rohrhof rechts liegen lassend wandern wir zum Loisbachtal hinunter. Der Loisbach wird auf seinem geschlungenen Weg von Erlen gesäumt und zeigt hier das typische Gepräge eines Mittelgebirgsbaches. Leicht bergauf gehen wir zum Riedlhof und biegen vor dem Ort nach Westen in Richtung Wald. Entlang des Waldweges lädt ein Ameisenhaufen zum Verweilen und Beobachten dieser nützlichen Insektenart ein. Die Waldameisen helfen bei der Insektenregulierung und zur Verbreitung von spezialisierten Pflanzensamen.
 
Wo sich der Wald lichtet, tritt man in das offene von Wiesen und Äckern geprägte Loisbachtal hinaus und wandert entlang des geschützten Waldrandes zunächst nach Westen und dann nach Norden in Richtung der Straße Isgier- Burkhardsrieth. Über der Straße ca. 100 m nach Westen versetzt ist die nächste Markierung zu sehen, die auf den weiteren Wegeverlauf verweist. Bäume und Sträucher, magere Wiesenabschnitte entlang der Route bis zu den Finsterwiesen sorgen für naturkundliche Beobachtungsmöglichkeiten.
 
Isgier
An den Finsterwiesen vorbeiführt die Wanderung in den Wald und in einem großen Bogen von Norden her nach Isgier. Am Ortseingang von Isgier liegt linker Hand ein als Biotop eingetragener Gehölzbestand, der typisch für Dörfer ist. An der Hauptstraße links abbiegen und beim Dorfplatz den Weg nach Westen nehmen. Auch hier wurde am Ortsende von der religiösen oberpfälzer Bevölkerung ein Feldkreuz gesetzt, das von zwei mächtigen Birken eingerahmt wird.
Von hier aus läßt sich nach Nordwesten bei gutem Wetter bis zum Fahrenberg blicken.
 
Hammermühle
Der Weg führt weiter ins Pfreimdtal. Am Ende des geteerten Weges verläuft ein schmaler Pfad durch das steile Waldstück zu den Talwiesen der Pfreimd, wo der Fluß zu überqueren und weiterhin über einen Werkskanal die Hammermühle zu erreichen ist.
 
Im Jahre 1531 erbaut von Georg Walbrunn, Hammermeister zu Pfrentsch, war dem Hammerwerk nur eine kurze Zeit der Blüte vergönnt. Schon 1630 wird die Ansiedelung bereits als "öder Hammer" bezeichnet. Um 1900 wurde eine Spiegelschleife betrieben. 1940 wurden die großen Wasserräder durch Turbinen ersetzt, die Wasserkraft wird seitdem zur Elektrizitätsgewinnung genutzt. Von der ursprünglichen Nutzung ist deshalb nicht mehr viel zu erkennen.
Nach der Hammermühle liegt links am Weg ein Erdkeller, neben dem eine große Eiche steht. Erdkeller wurden ebenfalls für die Vorratshaltung errichtet.
 
Gebhardsreuther Schleife
Unser Weg führt wieder in den Wald durch alte Fichtenbestände entlang des westlichen Talhanges der Pfreimd. Wir treten aus dem geschlossenen Waldbestand erst bei der Gebhardsreuther Schleife heraus. Hier eröffnet sich der Blick auf das alte imposante aus Feldsteinen errichtete Werksgebäude, das schon fast als ein "Industriedenkmal" anzusehen ist. (siehe Tafel: Gebhardsreuther Schleife)
 
Über die Brücke an der Pfreimd führt der Weg links an den Gebäuden des Sägewerks vorbei, den Berg hinauf und am Gehöft der Meierschleife und an einem kleinen Gehölz vorbei über Wiesen zum Ödbraunetsriether Mühlbach.
 
Strehberg
Nach Überschreiten der Brücke setzt sich der Weg auf der gegenüberliegenden Seite zum Strehberg fort. Der Strehberg, eine mit Wald bestockte Kuppe, eröffnet am südlichen Waldrand einen herrlichen Rundumblick auf Moosbach und seine Umgebung. (siehe Tafel: Umgebung von Moosbach)
 
Sehenswertes in Moosbach und Umgebung
Östlich liegt die barocke Wieskirche, die von den Baumsilhouetten einer Lindengruppe eingerahmt wird. Dann schweift der Blick über Moosbach mit seinem Wahrzeichen der Pfarrkirche, Peter und Paul geweiht, über den mäandrierenden, mit Gehölzen eingerahmten Pfreimdlauf nach Westen. Über den Bäumen erkennt man die Burg Treswitz.
 
  • Wieskirche von 1752
    Ursprünglich am Ort einer Feldkapelle und im Stil der Wieskirche von Steingaden nachempfunden. Anlaß für den Bau war ein Votivbild des gegeißelten Heiland, das 1746 von einer Moosbacher Bürgertochter aus der Wieskirche in Steingaden mitgebracht wurde.
     
  • Pfarrkirche St. Peter und Paul
    Die Pfarrkirche wurde an die Stelle einer mittelalterlichen Kirche errichtet und 1738 vollendet. Beim Brand 1848 wurde die Pfarrkirche vollkommen zerstört und 1850 wieder aufgebaut
     
  • Burgtreswitz
    Erstmals ist der Name Dreswitz in einer Urkunde von 1218 genannt. Ein Pfleger/Richter ist erstmals 1353 urkundlich nachweisbar. Das Schloß wurde im 13. Jahrhundert errichtet, der Zugang war vom Norden über eine Zugbrücke möglich. Während des Dreißigjährigen Krieges wurde das Schloß 1634 von den kaiserlichen Truppen zerstört. In den nachfolgenden Jahrhunderten wurde es nur stückweise repariert und einzelne Zimmer wurden nur soweit hergestellt, daß sie für Amtsräume und eine Wohnung des Beamten zu gebrauchen waren. Trotz dieser ständigen Baumaßnahmen sind noch heute gotische Bauelemente der ehemaligen Schloßkapelle sichtbar. Bereits 1628 wird von einem Pfleger berichtet, der die gesamte Burganlage zur nächtlichen Zeit als unheimlich empfand. Bis heute hält sich auch hartnäckig das Gerücht von einem Schloßgespenst, "Matere" genannt. Ältestes Bauteil des Schloßes ist das Steinwappen über dem Schloßtor (um 1340) mit dem bayerischen Rauten, dem pfälzischen Löwen und dem Topfhelm.
 
Von hier oben läßt sich die Landschaft um Moosbach erfahren. Nach Moosbach zurück ist es nun nicht mehr weit. Den Berg hinunter am Feneisen-Kreuz vorbei über den Gruberbach den Weg zum Pfreimdhang hinauf, vorbei am Hallenbad, erreichen wir den Platz vor der Kirche.
 
Karte

Kartengrundlage:©Bayerisches Landesvermessungsamt 877/01
 
www.moosbach.de
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letzte Aktualisierung: 02.11.2017
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