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Stand: Samstag, 15. Dezember 2018 um 12:13 Uhr
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Die Auflösung unserer 24 Überraschungen aus dem Naturpark Nördlicher Oberpfälzer Wald

 
Titelbild Fichtelnaabtal
Der Lauf der Fichtelnaab auf einem Stück des Walderlebnispfades bei der Naturparkinfostelle Schweinmühle nahe Windischeschenbach hat sehr viel Gemeinsamkeiten mit den legendären Levadas auf der portugiesischen Insel Madeira. Nur mit dem Unterschied, dass hier die ebene Wegeführung Familien mit Kindern sehr entgegenkommt. So kann ein Stück äußere Natur durchaus unsere innere Natur beeinflussen. Energie kommt schließlich aus der Erde und steigt aus den Tälern zu uns Menschen empor. Zu jeder Jahreszeit kann man hier die Seele baumeln lassen und neue Impulse empfangen.
Weitere Informationen finden Sie unter: https://www.naturpark-now.de/infostellen_waldwasser.htm
Foto: Sandra Henkens
 
1. Kainzbachtal
Die extensiv bewirtschafteten Flachmoorwiesen liegt im FFH-Gebiet Kainzbachtal bei Tännesberg. Durch langjährige Landschaftspflege, insbesondere Mahd, ist dieser wichtige Lebensraum für Fauna und Flora entstanden. Dank zahlreicher kleinteiliger Strukturen wie kleinen Tümpeln, Waldsäumen und Solitärbäumen, ist das Kainzbachtal ein Paradies für den Artenreichtum geblieben. Gerade kleine Stehgewässer sind wichtiger Lebensraum für Amphibien aber auch für die Entwicklung von vielen Insekten z.B. Libellen. Natürlich fugieren sie auch als Tränke. In unserer intensiv landwirtschaftlich genutzten Landschaft sind solche kleinen Gewässer ein seltener Anblick geworden.
Foto:  Gabi Schmidt
 
2. Sauerbachtal
Das Sauerbachtal bei Altenstadt an der Waldnaab ist ein Paradies für das Breitblättrige Knabenkraut. Lebensraum dieser seltenen Orchideen sind  extensiv bewirtschaftete Feuchtwiesen. Eutrophierung, Trockenlegung und Intensivierung der Landwirtschaft führen dazu, dass das Knabenkraut in seinem Bestand gefährdet ist. Im Sauerbachtal ist teilweise eine extensive Bewirtschaftung noch vorhanden, daher findet man ein reiches Blütenangebot vor. Im Frühjahr zur Blütezeit der Orchidee können unter anderem auch Buchwindröschen, Veilchen und Schlüsselblumen bewundert werden.
Foto: Mathilde Müllner 
 
3. Feuersalamander
Der leuchtend gelbgefleckte Feuersalamander (Salamandra salamandra) kommt in feuchten Laub- und Mischwäldern mit kühlen Quellbächen, in denen sich die Larven entwickeln, vor. Der Feuersalamander zählt zur Familie der Schwanzlurche und wie alle Amphibien ist er bei der Fortpflanzung an das Wasser gebunden. Der Feuersalamander ist nach Bundesnaturschutzgesetz und Bundesartenschutzverordnung eine besonders geschützte Art. In Bayern steht Salamandra salamandra auf der Roten Liste, denn er ist in seinem Bestand gefährdet. Der Naturpark Nördlicher Oberpfälzer Wald unterstützt die Feuersalamanderpopulation im Raum Kohlberg durch gezielte Landschaftspflegemaßnahmen. Dazu zählen die Verbesserung von Bachstrukturen, die Anlage von kleinen Tümpeln und die Auflichtung von Fichtenforst.
Foto: Bernd Bauer
 
4. Streuobst
Streuobst ist charakterisiert durch einen extensiven, artenreichen Obstbau mit großem Pflanzabstand. Die typische Baumform ist der Hochstamm. Viele Obstsorten brachten die Römer nach Germanien, von da an begann der Siegeszug der Obstbäume. Doch nach dem zweiten Weltkrieg veränderten sich die Interessen und viele Bestände verschwanden aus der Landschaft. Erst durch naturschutzfachliche Interessen begann man den Streuobstbau wieder zu fördern. Er ist essentiell für unsere Kulturlandschaft. In Mitteleuropa zählen sie zu den artenreichsten Lebensräumen. Insgesamt nutzen 5.000 Tiere- und Pflanzen den Lebensraum. Die Obstbäume bieten ein reiches Blütenangebot für Insekten. Die Baumkrone und Höhlen dienen vielen Vogelarten als Nistplatz. Greifvögeln dienen die Bäume als Ansitzwarte für die Jagd. Außerdem wird der Unterwuchs meist als Wiese oder Weide, selten als Acker genutzt. Die extensive Bewirtschaftung fördert natürlich einen arten- und blütenreich Bestand und bietet damit ganzjährig Blühangebot für Insekten. Auf Grund des hohen Stellenwerts für die Natur, fördert auch der Naturpark Nördlicher Oberpfälzer Wald die Anlage einer Streuobstwiese, bei Interesse können Sie uns gerne kontaktieren.
Foto: Mathilde Müllner
 
5. Dreifaltigkeitsberg bei Muglhof
Auf dem 631 Meter hohen Dreifaltigkeitsberg zwischen Muglhof und Matzlesrieth steht diese Kapelle unter dem Schutz einer Bergahorn, dieser Baum wurde 1920 von einem Einwohner Muglhofs aus Dankbarkeit für die unversehrte Rückkehr aus dem 1. Weltkrieg gepflanzt.
Die Kapelle wurde vom Oberpfälzer Waldverein erbaut und im Rahmen der 950 Jahrfeier der umliegenden Dörfer Matzlesrieth, Trauschendorf und Muglhof im September 1993 eingeweiht, diese Dörfer mitsamt der Kapelle gehören zum Stadtgebiet Weiden i.d. OPf.. Die Kapelle bildet die höchste Stelle der kreisfreien Stadt.
Weitere Informationen finden Sie unter: www.weiden.de
Foto: Lena Held
 
6. Langohrfledermaus
Langohrfledermäuse sammeln Insekten insbesondere Spanner, Wicker, Raupen und Käfer von Blättern auf. Wie alle Fledermäuse nutzen sie Sonar um ihre Beute aufzuspüren, die großen Ohren der Langohrfledermäuse fangen das Echo effektiv ein. In Deutschland gibt es ca. 25 Fledermausarten etwa die Hälfte davon steht auf der Roten Liste. Für den Erhalt ist es wichtig, dass Fledermäuse ein geeignetes Quartier finden. Dazu gehören natürliche Höhlen und Spalten in alten Bäumen oder Gestein aber für viele Fledermausarten können auch Keller, Kirchtürme und Scheunen Unterkunft sein. Um den Fledermäusen geeignete Unterschlupfmöglichkeiten anbieten zu können, finanzieren wir mit Hilfe von Landschaftspflegemitteln, beispielsweise die Sanierung verfallener Keller als Fledermausquartiere.
Foto: Dietmar Nill

7. Kloster Speinshart
Das Kloster Speinshart ist eines der bedeutendsten Baudenkmäler der Oberpfalz und Kulturgut von europäischem Rang. Es liegt inmitten des als Ensemble erhaltenen historischen Klosterdorfes Speinshart, welches vorbildlich saniert wurde. Das Ende des 17. Jahrhunderts unter Regie des berühmten Baumeisters Wolfgang Dientzenhofer (1648 bis 1706) errichtete Gotteshaus der Prämonstratenser ist einer der schönsten kirchlichen Barockbauten Süddeutschlands. Die kunstvolle Dekoration ist das Werk von Carlo Domenico und Bartolomeo Lucchese, zwei Brüdern aus dem Schweizer Dorf Melide am Luganer See.
Weitere Informationen finden Sie unter: www.speinshart.de
Foto: Tourismus des Landkreises Neustadt a.d. Waldnaab
 
8. Waldnaabtal
Zwischen den altehrwürdigen Burgen Falkenberg und Neuhaus hat die Waldnaab eine große Granitmasse in unendlich langer, mühseliger Arbeit buchstäblich durchsägt und dabei malerische Felsgebilde geschaffen. Auf ausgeschilderten Wander- und Radrouten kann man von Windischeschenbach aus diesen Oberpfälzer „Grand Canyon" von vielen Seiten erreichen. Die Formation des „Kammerwagens" verwandelte angeblich sogar der Teufel höchstpersönlich in Stein. 
Weitere Informationen finden Sie unter: https://www.naturpark-now.de/dreischoensten_waldnaabtal.htm
Foto: Tourismus des Landkreises Neustadt a.d. Waldnaab
 
9. Heller Stein
Das Naturdenkmal „Heller Stein" bei Steinach ist eine Felskuppe mit Gesteinen, am höchsten Punkt wächst eine mächtige Linde mit ausladenden Ästen. Es wird vermutet, das die Linde ca. 450 Jahre alt ist, womöglich wurde die Linde bewusst zu ehren der Göttin Freya gepflanzt und die Kuppe als Kultstätte genutzt. Heute erfüllt das Naturdenkmal eine Biotopfunktion, mit seinen arten- und blütenreichen Magerrasen und natürlich ist auch die Linde ein Lebensraum für sich. Sie bietet mit ihren zahlreichen Höhlen und Spalten eine Nistmöglichkeit für Vögel und staatenbildende Insekten und Unterschlupf für Fledermäuse. Das Naturdenkmal wird im südwestlichen Teil über die Landschaftspflege freigehalten.
Foto: Josef Kasseckert
 
10. Kreuzberg Pleystein
Die Stadt Pleystein wird vom 38m hohen Kreuzberg überragt, auf dessen Plateau die neubarocke Wallfahrtskirche thront. Einen ganz besonderen Glanz strahlt der stellenweise rosa schimmernde Rosenquarz aus. Der Kreuzberg ist ein Naturdenkmal und zumindest teilweise Biotopkartiert. Daher wird das Gestein mit Hilfe der Landschaftspflege, durch den Naturpark und die Stadt, regelmäßig freigestellt. Die Vegetation ist stark durch den Menschen beeinflusst aber es ist noch die typische Felsvegetation mit Tüpfelfarn, Moosen, Flechten und Mauerpfeffer vorhanden.
Weitere Informationen finden Sie unter: https://www.naturpark-now.de/kultur-freizeit_pleystein.htm
Foto: Irene Bock
 
11. Sandgrasnelke
Das Vorkommen der Sandgrasnelke in Grafenwöhr ist eine Besonderheit für das Naturparkgebiet, denn Ihr Hauptverbreitungsgebiet liegt in Franken. Natürliche Sandstandorte sind stark bedrohte Lebensräume und daher ist es auch nicht verwunderlich das die Sandgrasnelke in Ihrem Bestand als gefährdet eingestuft wird. Neben Ihr besiedeln auch noch andere Spezialisten diesen extremen Lebensraum wie zum Beispiel die Blauflügelige Ödlandschrecke, viele Wildbienenarten und der hier abgebildete Scheckenfalter.
Foto: Mathilde Müllner
 
12. Haselstein
Unweit der bekannten Burgruine Flossenbürg befindet sich der über 700 Meter hohe Haselstein mit ehemaliger Burg. Erbaut um das Jahr 1400 geriet sie im 16. Jahrhundert wieder in Vergessenheit. Dadurch sind nur noch wenige Mauerreste in ihrer ursprünglichen Erscheinung erhalten. Die Ruine und ihre Umgebung sind von auffälligen Granitformationen umgeben. Der sogenannte „versteinerte Wachhund" verdankt seinen Namen der Form des Felsens. Auf dem Gelände der Ruine befindet sich eine kleine Schutzhütte auf der Spitze der Formation.
Weitere Informationen finden Sie unter: www.floss.de
Foto: Markt Floß
 
13. Großer Rußweiher
Das sog. „Rußweihergebiet" bei Eschenbach in der Oberpfalz ist die wohl größte und bedeutendste Gewässerabfolge im Naturparkgebiet. Die im 15. Jahrhundert angelegte Gewässerkette ist zugleich FFH-Gebiet und Naturschutzgebiet und genießt daher einen ganz besonderen Schutz. Wohl auch deshalb bietet es einen wichtigen Lebensraum für zahlreiche seltengewordene Vogelarten wie zum Beispiel die Lachmöwe. Das Schutzgebiet ist auch ein Refugium für amphibische Lebensgemeinschaften mit landesweiter Bedeutung. Es beherbergt aber auch eine Vielzahl an floristischen Besonderheiten, wie den Sonnentau, das Wollgras und viele seltene Seggen- und Binsen.
Weitere Informationen finden Sie unter: https://www.naturpark-now.de/erholungsorte_eschenbach.htm
Foto: Josef Kasseckert
 
14. Rauher Kulm
Das schönste Naturwunder Deutschlands 2013 kam bekanntlich aus dem Naturpark Nördlicher Oberpfälzer Wald. Es ist der Rauhe Kulm bei Neustadt am Kulm. Er gehört zu den markantesten Geotopen unter den nationalen Naturschönheiten. Der steil aufragende Kegel des Berges ist allseits von einer Basaltblockhalde umgeben. Sie ist durch Verwitterung des Basaltgesteines und Auswaschung des Feinmaterials entstanden. In ca. 30 bis 45 Minuten erreicht man vom zentralen Parkplatz aus den Gipfel des Vulkanschlotes. Hier wird man für die Mühen des Aufstiegs mit einem herrlichen Panorama belohnt. Vom Aussichtsturm bietet sich ein allseitig bezaubernder Rundblick bis zum Fichtelgebirge und zur Fränkischen Alb. Selbst bei nicht klarer Sicht bieten sich hier gelungene Panoramaaufnahmen an. Dabei „sich einlassen" und bereit sein Neues zu erfahren. 
Weitere Informationen finden Sie unter: www.neustadt-am-kulm.de
Foto: Alois Laumer 
 
15. Karpfenweg Kemnath
Ganz dem Fisch hat sich die Stadt Kemnath verschrieben. Einfach phantastisch sind hier die Fischskulpturen an Weihern, Stegen, Brücken, Bäumen sowie im Seeleitenpark. In der alten Fronfeste wartet außerdem ein schmuckes Museum mit einer interessanten Sammlung an Handfeuerwaffen auf ihren Besuch.
Weitere Informationen finden Sie unter: www.kemnath.de
Foto: Stadt Kemnath 
 
16. Friedrichsburg Vohenstrauß
Inmitten traumhafter Landschaft eingebettet liegt die ehemalige Residenzstadt Vohenstrauß. Zentral an der Handelsstraße nach Prag gelegen, gewann sie schon sehr früh Bedeutung für die Region. Pfalzgraf Friedrich ließ im 16. Jahrhundert hier seine Residenz, die sechstürmige Friedrichsburg, bauen. Die heute vorbildlich sanierte Schlossanlage beherbergt heute die Tourist-Info, sowie eine Naturpark-Infostelle mit der einzigartigen Lindenausstellung.
Unter dem Motto "Artenschutz im Natur" gibt es vieles Bekanntes wie Unbekanntes zu entdecken.
Foto: Stadt Vohenstrauß
 
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letzte Aktualisierung: 14.12.2018
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