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Stand: Sonntag, 18. November 2018 um 06:45 Uhr
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Es wird rekordverdächtig investiert - Projektförderung im Naturpark Nördlicher Oberpfälzer Wald auf hohem Niveau


Viele Projekte und hohe Fördersummen. Dafür bürgt der Naturpark Nördlicher Oberpfälzer Wald als ein zuverlässiger Garant. Und jedes Jahr setzt er neue Glanzpunkte. So vereinnahmte der gleichnamige Trägerverein im letzten Förderabschnitt knappe 0,3 Mio. Euro an Fördergeldern, dessen komplette Weiterleitung an die jeweiligen Projektträger erfolgte. Dabei kommt fast jede Kommune in den Genuss staatlicher Zuschüsse aus dem Bereich des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz. 
 
Für 2018 haben Landrat Andreas Meier und sein Team ein Investitionsvolumen von rund 650.000,-- € auf den Weg gebracht, über welches die Jahreshauptversammlung am 21. März 2018 in Neustadt a.d. Waldnaab letztlich entscheiden wird. Die mittlerweile 269 Mitglieder wird es sichtlich freuen, wenn allein für die Biotopflege sowie Umsetzung von floristischen Artenhilfsprogrammen satte 284.000,-- € zur Verfügung stehen. Die Sicherung von Serpentinit Standorten, Offenhaltung von Flachmoorwiesen oder Pflegemahden von Streuobstwiesen stehen hier nur beispielhaft für ein großräumiges Flächenmanagement. Damit verbunden sind natürlich auch der Erhalt von Naturdenkmälern sowie Reaktivierung von Teillebensräumen einschließlich erforderlicher Gehölzrücknahmen. Und wenn heute Basaltberge wie der Hohe Parkstein bzw. der Kleine Kulm und die Grantitformationen am Schlossberg in Flossenbürg oder in Störnstein für den Besucher uneingeschränkt sichtbar bleiben, dann ist dies letztendlich das Ergebnis von vielen kleinflächigen Pflegemahden zwischen den Steinblöcken. Die Abteilung Landschaftspflege des Naturparkvereins schafft damit erst die Fakten, dass dorthin Exkursionen überhaupt stattfinden können. Leider wird dies in diesem Rahmen immer noch viel zu wenig gewürdigt oder den anscheinend unsichtbaren Helfern ist es einfach nur nicht bekannt.Die hier vorgesehenen und vom Naturpark koordinierten 151 Pflegearbeiten werden dabei ausschließlich an ortsansässige Landwirte und Naturschutzverbände im Verbund mit heimischen Betrieben vermittelt. 
 
Auf der anderen Seite sollen rund 366.000,-- € für Erholungsmaßnahmen in die Bereiche der Landkreise Neustadt a.d. Waldnaab und Tirschenreuth sowie der Stadt Weiden i.d. OPf. fließen.Ein für die Region wohl einmaliges Prestigeprojekt plant dabei die Marktgemeinde Floß. Hinter dem Slogan „Der Findling – Ruhe finden auf Floßer Wegen" verbirgt sich eine Konzeption, welche gesamtheitlich auf einer zentralen Wegeführung alle Naturschönheiten und Kulturaspekte in diesem Raum nicht nur berücksichtigt, sondern neu bewertet und damit unverwechselbaren Charme verleiht. Startpunkt und gleichzeitig Ziel dieser Reise bildet dabei der Kreislehrgarten als „Garten der Sinne". Hat man sich hier zunächst zurechtgefunden ist man schon einmal gut gerüstet für die weiteren Einzelstationen im Streckenverlauf, welche modernes Naturfeeling unter dem Überbegriff „Ruhe finden" vermitteln. Warum nicht „Veränderungen annehmen" oder „Dynamik gut finden". Dabei „einen neuen Blickwinkel einnehmen" und „eine Idee entstehen lassen". Den Auszeitgedanken vermitteln schließlich die Punkte „Einfach mal Pause machen – Runterkommen – Ausruhen" bzw. „Sich verzaubern lassen weit abseits des Alltags". Die Wanderung etwas anderer Art ist mit rund 180.000,-- € veranschlagt und wird nach Fertigstellung überregional ausstrahlen.
 
In ähnlicher Weise sieht auch die Nachbargemeinde Flossenbürg ihre Zukunft. Ihr übergeordnetes Thema ist der „Weg des Granits". In mehreren Bauabschnitten sollen hier Ideen, Kreationen und Maßnahmenansätze entwickelt werden um einerseits das bestehende Naturpotential besser herauszustellen – andererseits neue Naturerlebnisangebote zu skizzieren. Dafür sind ebenfalls 41.000,-- € eingestellt.  
 
Für Lückenschlüsse im Bereich des Wanderwegenetzes Moosbach stehen ebenfalls 7.200,-- € bereit. Generalsanierungen im Raum Eschenbach i.d. OPf. sowie Vohenstrauß werden voraussichtlich 6.000,-- € verschlingen. Daneben plant der Kreisverband für Gartenbau und Landespflege den Bau einer Infohütte. Technische Ergänzungen sind außerdem in der Infostelle Hexenhäusl bei Eschenbach i.d. OPf. angesagt. Dank der Naturparkförderung wird die Marktgemeinde Tännesberg auch dieses Jahr wieder den beliebten Biodiversitätskalender auflegen. Insgesamt verteilt sich die Investitionssumme auf rund 131 größere wie kleine Einzelvorhaben.
 
„In unserer Zeit ist die Verbindung zwischen Mensch und Natur oft nicht mehr so intensiv wie früher. Oft steht das Streben nach technischem Fortschritt und wirtschaftlichem Erfolg im Vordergrund. Das Bedürfnis nach einem Leben im Einklang mit der Natur wächst jedoch langsam wieder. Umso wichtiger sind deshalb passgerechte Programme, die diesen Trend nachhaltig unterstützen. So bald die ersten vorzeitigen Baubeginne von der Regierung der Oberpfalz auf dem Tisch liegen, fangen wir daher mit der zeitnahen Umsetzung dieses Maßnahmenpaketes an", gibt sich Landrat Andres Meier in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Naturparks optimistisch. Er kann dabei auf Dipl. Biologin Mathilde Müllner und Geschäftsführer Martin Koppmann bauen. Beide haben im Vorfeld die jeweiligen Einzelgehefte vorbereitet und die notwendigen fachlichen Abstimmungen mit den Naturschutzbehörden vorgenommen.
© 2018 Naturpark Nördlicher Oberpfälzer Wald
letzte Aktualisierung: 15.11.2018
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