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Der Fischadler wurde in den 1950er Jahren in weiten Teilen Europas und Nordamerikas durch Bejagung fast ausgerottet. Auch das mittlerweile verbotene Insektizid „DDT“ führte zu einem starken Rückgang, da dadurch die Eierschalen so dünn wurden, dass sie leicht zerbrachen.
In unserem Gebiet ist er am „Rußweiher“ bei Eschenbach zu finden. Dort wurde extra für ihn ein Nest sowie eine Beobachtungsplattform aufgebaut.
Ab Mitte März bis Ende April kann man das Balz- und Brutverhalten über am Nest installierte Kameras hier beobachten.
Lebensweise / Nahrung:
Wie der Name schon sagt, lebt der Adler ausschließlich von Fischen.
Spektakulär ist seine Jagdtechnik. Entdeckt er einen Fisch, rüttelt er an der Stelle, bevor er teils senkrecht mit vorgestreckten Krallen ins Wasser taucht. Hier kann er sogar bis zu einem Meter Tiefe tauchen.
Vorkommen:
Der stattliche Adler bevorzugt flache Süßwasserseen oder küstennahes Brackwasser und ist fast weltweit verbreitet. In Bayern ist er nur an wenigen Brutplätzen zu finden.
Merkmale:
Er hat im Schnitt etwa 60cm Körperlänge und eine Flügelspannweite von durchschnittlich 1,50m. Die Weibchen sind sogar etwas größer als die Männchen.
Die gesamte Unterseite ist leuchtend weiß, während die Oberseite graubraun ist. Am Kopf ist er ebenfalls weiß mit einem markanten dunklen Augenband.
Gefährdung / Schutz:
In Deutschland gilt der Fischadler als „gefährdet“ und in Bayern ist er laut dem Bayerischen Landesamt für Umwelt „vom Aussterben bedroht“. Er scheint sich jedoch langsam wieder in seinen Beständen zu erholen.







