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lat. Pulsatilla vernalis
Die Kuhschelle (Küchenschelle ist die Verniedlichungsform von Kuh zu Küh-chen) wurde zum Schmücken der Rinder beim Auftrieb auf die Alm verwendet. Dazu bekamen die Rinder Holzbögen, so genannte „Schellenbögen“, welche mit Blumen geschmückt wurden.
Der lateinische Name stammt von „pulsare“ = schlagen, läuten und bezieht sich auf die glockenartige Blütenform.
Vorkommen:
Die Frühlings-Kuhschelle ist eigentlich eine Gebirgsart. Sie bevorzugt ein kühles Mikroklima und ist so mancherorts auch in Kaltluftsenken zu finden.
Sie wächst gerne auf Silikat-Magerrasen, also eher auf saueren stickstoffarmen Boden mit viel Lichteinfall.
Merkmale:
Es handelt sich hier um eine ausdauernde krautige Pflanze mit Wuchshöhen von 5 bis 15cm. Wie bei den meisten Kuhschellenarten erscheint die Blüte noch vor den Blättern.
Während die Blüten einer gewöhnlichen Kuhschelle tief violett sind, sind die der Frühlings-Kuhschelle zart rosa und innen weiß.
Die Blütezeit ist – je nach Standort und Höhenlage – von April bis Juli. Die Blätter sind ganzjährig zu sehen.
Besonderheiten / Anwendung:
Sie gehören zur Familie der Hahnenfußgewächse und sind somit giftig.
Auffällig sind die zottig behaarten Blütenstiele.
Gefährdung / Schutz:
Die Frühlings-Kuhschelle ist nach Bundesnaturschutzgesetz streng geschützt und steht in der Roten Liste Deutschlands in Kategorie 2 = „stark gefährdet“.






