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lat.: Orchis morio
Die Bezeichnung Knabenkraut verweist auf die paarigen Wurzelknollen, die an Hoden (= griech.: Orchis) erinnern sollen. Die auffälligen Blütenhüllblätter verschafften ihr früher den Namen „Narrenkappe“, worauf das „morio“ hinweist.
Vorkommen:
Die ausgesprochene Wiesenorchidee gedeiht auf stickstoffarmen, schwach sauren oder leicht basischen Böden.
Merkmale:
Die Pflanze ist zart und eher kleinwüchsig, meist nur 8cm, in seltenen Fällen bis zu 50cm hoch. Die Blüten sind oft bunt gescheckt (weiß bis zart- oder dunkellila).
Die Kelchblätter besitzen ein auffälliges grünes Streifenmuster. Die Blätter selbst stehen meist in einer bodenständigen Rosette. Der Stängel ist nach oben hin violett überlaufen.
Besonderheiten:
Auch das kleine Knabenkraut hybridisiert gerne wie auch das Breitblättrige Knabenkraut gerne mit nahen Verwandten. Allerdings ist das kleine Knabenkraut selbst steril, kann also ohne Bestäubung keine Samen bilden.
Gefährdung / Schutz:
Nach Bundesarten-Schutzverordnung (BArtSchV) ist die Blume besonders geschützt.
Sie steht in der Roten Liste Deutschlands in Kategorie 2 „stark gefährdet“.






